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WhatsApp-Kettenbriefe verbreiten Angst unter Kindern und Jugendlichen

Kettenbriefe sind kein neues Phänomen. Heutzutage werden diese allerdings vermehrt über Soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter, in erster Linie aber über den Messenger-Dienst WhatsApp verbreitet. Für viele Kinder, die WhatsApp nutzen, gehören Kettenbriefe dazu. Manche Kinder erhalten mehrere Kettenbriefe täglich, witzig oder gruselig, in der Regel mit vielen Rechtschreib- und Tippfehlern gespickt.

Viele Nachrichten sind nett und regen zum Schmunzeln an oder sollen deutlich machen, dass die Leserin oder der Leser einem etwas bedeutet.

Es gibt aber auch solche Kettenbriefe, die Ihr Kind unter Druck setzen oder gar Angst und Panik verursachen können. Sogenannte „Sozialbarometer“ sollen dem Absender von Kettenbriefen deutlich machen, wie beliebt er oder sie ist:

„Schicke diesen Brief an 12 wundervolle Mädchen (auch an mich) und schaue, wie oft du es zurück bekommst und schaue, wie viele wahre Freunde du hast. Ein bis 2: Naja, es gibt bessere. Zwei bis drei: Ok, du hast welche. Vier bis fünf: Du hast genug wahre Freunde.“

Kettenbriefe enthalten oft auch Drohungen und Warnungen, was geschehen kann, wenn die Nachricht nicht weitergeleitet wird. Diese machen Kindern und Jugendlichen besonders Angst. Sie erzählen zum Teil kurze Horrorgeschichten und enden stets mit Sätzen wie „Schick’ diese Nachricht weiter, ansonsten bringe ich dich um!“. Auch die Androhung, dass Freunden oder der Familie etwas angetan wird, gehört zu klassischen Mitteln, um Druck und Angst zu erzeugen.

„Wenn du deine Mama liebst dann schick dies an 20 Leute. Ein Mädchen hat das ignoriert und ihre Mama ist in 365 Tagen gestorben. Sorry ich kann das nicht ignoriere weil ich meine Mama liebe. Schäme dich wenn du das nicht machst“

Diese gruseligen Nachrichten gibt es mittlerweile auch als Audio-Kettenbrief. Das heißt, eine verzerrte Computerstimme droht der Empfängerin oder dem Empfänger mit Mord oder körperlichen Verletzungen, es sei denn, die Audiodatei wird an eine bestimmte Anzahl an Kontakten weitergeitet. Diese Art von Kettenbriefen können Kindern ganz besonders große Angst machen.

Daher ist es wichtig, mit Ihrem Kind über Kettenbriefe zu sprechen. Erklären Sie, dass das Nicht-Weiterleiten keinerlei Folgen haben wird und diese Art von Nachrichten nur ein sehr schlechter Witz sind. Sie können ebenfalls der Absenderin oder dem Absender gemeinsam eine Nachricht senden und über die Hintergründe von Kettenbriefen aufklären. Wenn eine solche Nachricht von einer unbekannten Nummer verschickt wurde, sollte die Nummer direkt blockiert werden. Dann werden Nachrichten von dieser Person nicht mehr zugestellt.

Wenn Sie noch mehr zum Thema nachlesen möchten, bekommen Sie z. B. bei saferinternet.at weitere Informationen.