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Cybermobbing

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https://www.youtube.com/watch?v=idDgeMkJqH4

Jeder kennt den Begriff Cybermobbing. Er meint das Beleidigen, Bloßstellen oder Bedrohen von Personen über Facebook, Snapcaht, WhatsApp oder Signal. Aber nicht jedeNachricht oder jeder  auf einem Social-Media-Profil mit dem Inhalt „Martin ist doof!“ gefährdet die Entwicklung ihres Kindes.

Für Jugendliche ist die Welt nicht klar in „virtuelle Welt“ einerseits und „reale Welt“ andererseits getrennt. Beide Welten gehören zusammen. Auch das Schreiben im virtuellen Raum via WhatsApp, Facebook, Instagram und Co. ist also real. Über Handy und Smartphone zu schreiben ist nicht prinzipiell etwas anderes als von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen. Insofern sind auch Cybermobbing und Mobbing häufig nicht voneinander zu trennen.

Eine Reihe von Schikanen kann ihre Ursache und ihren Beginn im Sportunterricht haben, auf Facebook geäußert werden und sich verschlimmern und auf dem Schulhof fortgesetzt werden. Das kann dann auch Auswirkungen in den Klassenraum hinein haben. Das „Cyber“ in Cybermobbing ist also ein besonderer Aspekt, aber nicht der einzige.

Wichtige Komponenten von Cybermobbing

  • Es werden digitale Tools wie Apps, Foren, Blogs u.a. genutzt
  • Beim Mobbing wird für oft davon ausgegangen, dass dem Opfer bewusst Schaden zugefügt werden soll. Das muss jedoch bei Cybermobbing nicht immer gegeben sein. Oft merken die Mobber gar nicht, dass sie zu weit gegangen sind. Selbst wenn man sagt „Das war doch alles nur Spaß“ kann das aber trotzdem negative Folgen haben.
  • Gerade weil ein Inhalt im Internet dauerhaft vorhanden sein kann, reicht eine Veröffentlichung als einmalige Tat aus, um langfristig Schaden anzurichten.
  • Im Interent ist es nicht so, dass der Stärkere gewinnt. Das liegt daran, dass man auch anonym Beleidigungen posten kann. Man weiß also gar manchmal gar nicht, wer einen mobbt.

Arten von Cybermobbing

  • Unter Schikane (harassment) versteht man einen Angriff in Form einer Beleidigung oder Drohung. Auch Stalking lässt sich dazu zählen, z.B. eine SMS mit dem Text „Du dummes Opfer, wir machen Dich fertig!“ oder wiederholte E-Mails, auch nachdem das Opfer die Kommunikation zu beenden wünschte.
  • Als Verunglimpfung (defamation/libel/denigration) bezeichnet man Aktivitäten, die dem Ansehen des Opfers schaden. Dazu gehören die Verbreitung von Gerüchten und Lügen, z.B. auch (ggf. manipulierte) Fotos, die das Opfer in ein ungünstiges Licht rücken.
  • Identitätsdiebstahl/Betrug (impersonation) bezieht sich auf Handlungen, bei denen sich ein Angreifer oder eine Angreiferin als das Opfer ausgibt. Das kann geschehen, indem man online unter dem Namen des Opfers kommuniziert oder gleich dessen Online-Identität übernimmt, z.B. durch das Beschaffen der Zugangsdaten.
  • Bei Intimsphäreverletzungen/Verrat (details touching the intimate sphere/outing) verbreitet die Täterin oder der Täter privates, bisweilen intimes Wissen über das Opfer. Dazu gehört die Weitergabe von z.B. Fotos aus der Umkleide, von der Toilette oder auch von sogenannten „Sextings“ (erotische oder pornografische Aufnahmen, die man nur dem eigenen Partner schickte).
  • Bei der Ausgrenzung (exclusion) geht es darum, das Opfer aus gemeinsamen Online-Aktivitäten auszuschließen, z.B. bei Gruppen in Sozialen Netzwerken, Messenger-Programmen oder Online-Spielen.

Mehr Informationen für Eltern: http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/

Quelle: http://www.medien-in-die-schule.de/unterrichtseinheiten/jugend-und-handy/modul-2-cybermobbing-und-anderes-problematisches-verhalten/